Norbert Salzwedel
Geboren 1950 in Ostberlin. 1977 begann er zu zeichnen, erst autodidaktisch, dann unter Anleitung des Grafikers Helmut Lohnke, eines Schülers von Gottfried Bammes. 1984 Ausreise in den Westen.
1986 erste Versuche mit der Kaltnadel; gedruckt mit Hilfe einer Wäsche-Wringvorrichtung. von 1989 bis 1993 absolvierte er an der HdK Berlin ein außerordentliches Grafikstudium. Kaltnadel wird dort seine bevorzugte Technik, insbesondere durch die Nutzung der vorhandenen Druckwerkstatt.
1994 erfolgte der Kauf einer Tiefdruckpresse. Seit 1995 entstehen erste Arbeiten in der Technik des Kupferstichs. Im Jahr 2000 trat er in die Deutsche Exlibris-Gesellschaft e.V. (DEG) ein und gestaltete bisher 104 Exlibris (vorwiegend Kupferstich).
Ab 2012 begann er auf Anregung von Utz Benkel wieder Akt zu zeichnen. Bisher blickt er auf zwei Einzelausstellungen sowie die Beteiligung an zahlreichen Ausstellungen und Wettbewerben zurück und erhielt einige Preise.
Das von Utz Benkel vorgegebene Thema, ein versuchter jedoch nicht gelungener Handschlag eröffnet ein weites Feld möglicher Interpretationen und so habe ich mich für die Darstellung der Begegnung eines Lebenden mit dem Tod entschieden.
Diese kann in dieser Weise nicht erlebt werden, denn zwischen diesen beiden Welten gibt es keine Berührungspunkte wie es der griechische Philosoph Epikur vor über 2000 Jahren treffend bemerkte: Solange wir am Leben sind, ist der Tod nicht anwesend, doch wenn wir gestorben sind, so sind wir es nicht mehr und so wird ein Handschlag unmöglich.