Clara Lunow
Ich arbeite als Künstlerin, Tätowiererin und Content Creative in Berlin. Meine künstlerische Praxis umfasst Zeichnung, Malerei und Tätowierung und bewegt sich zwischen realistischer Naturbeobachtung und abstrahierter Formensprache.
Seit 2019 bin ich regelmäßig an Ausstellungen beteiligt, zunächst im Rahmen des Künstlerinnenduos Lunow u Lunow, später auch in institutionellen Kontexten. Seit 2021 bin ich Mitglied bei Bildkunst.
2024 habe ich mit „Metamorphose der Linien: Malerei und Tätowierung im Dialog“ meine erste Einzelausstellung in der Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek in Berlin realisiert. In den darauffolgenden Jahren bis heute bin ich kontinuierlich an der Ausstellungsreihe „Eine Ausstellung sieht rot“ beteiligt, die an verschiedenen Orten gezeigt wird, sowie an der Ausstellung „Mit anderen Worten“ (2025). Meine Ausstellungstätigkeit ist geprägt von einer fortlaufenden Auseinandersetzung mit Form, Material und der Übersetzung botanischer Strukturen in unterschiedliche Medien.
2025 bin ich Mutter geworden. Die Zeichnung zeigt den ersten bewussten Handkontakt mit meinem Sohn. Das Greifen selbst muss gelernt werden und auch das gezielte Einsetzen des Zeigefingers, um Formen zu erkunden, Strukturen nachzufahren, oder sich festzuhalten.
Dass die Arbeit eine digitale Zeichnung ist, hat einen einfachen Grund: Vollzeitbetreuung lässt kaum Raum für eigenes Tun. Der Mittagsschlaf in der Trage ist momentan das einzige Fenster, in dem ich künstlerisch tätig sein kann. Dieses Bild ist in einem solchen Moment entstanden.