Horst Brandenburg
Horst Brandenburg, Jahrgang 1964, ist gelernter Tischler und leitet seit 25 Jahren die Tischlerei im Max-Planck-Institut Greifswald, wo er viele Jahre Lehrlinge ausgebildet hat.
Ihn faszinieren Arbeiten früherer Generationen und ihr künstlerisches Ergebnis. So machte er sich daran, Holzhandwerker und Meister aussterbender Berufe aufzusuchen. Dazu gehörten Rechenbauer, Mollenhauer, Holzschuhmacher, Fischhautschneider und auch der letzte gelernte Xylograph Deutschlands, Rudolf Rieß in Nürnberg. Bei ihm erlernte er die seltene Kunst des Holzstiches.
Bewusst versteht er sich als Schüler und Nachfolger des Nürnberger Holzstechers Rudolf Rieß; seine Briefe unterzeichnet er folgerichtig immer: „Holzstecher Horst, Rieß-Schule zu Nürnberg“.
Er ist Mitglied der Deutschen Exlibris-Gesellschaft e.V. und hat 2026 den Jurypreis im Exlibriswettbewerb der DEG gewonnen.
Er lebt und arbeitet mit seiner Frau auf einem Hof im kleinen Dorf Groß-Kiesow südlich von Greifswald. Neben seinem 40-Stunden-Job in der Tischlerei und seiner Leidenschaft, dem Holzstechen, versorgt er ein großes Anwesen mit Hühnern und Enten, Mammutbäumen (u. a. den Urweltmammutbaum), Obst und Gemüse.
Er zeigt seinen Besuchern gerne seine Offizin mit einer Andruckpresse, einem Boston Tiegel, einer Satzgasse und seinen vielen selbstgefertigten Schneide- und Stechwerkzeugen. Ein Meister seines Faches, der mit Lupe und Mikroskop allerfeinste Holzstiche fertigt und ebenso gute Drucke davon herstellt.
Adresse: Hauptstraße 3, 17495 Groß Kiesow
Mobil: 0172 6075891
E-Mail: hlo.brandenburg@googlemail.com
Als Sie (Utz Benkel) nach dem Handschlag fragten, war mir klar: Das ist ein sehr gutes Thema! Die Bedeutung des Handschlages, gerade früher, hatte eine große Bedeutung!
Ich als Handwerker kenne es noch: Wenn etwas mit dem Handschlag abgemacht wurde, hielt man sich auch daran! Das wird immer bedeutungsloser in unserer Zeit und ich hätte bei den meisten Bedenken, ob sie sich daran halten!
Da mich gerade Motive bewegen, die eine Aussagekraft bezüglich der Zerstörung durch den Menschen haben, dachte ich, wie schön wäre es, den Tieren die Hand zu reichen!
Der Gorilla ist ein sehr sichtbares Beispiel für die Zerstörung seines Lebensraumes und den Tod durch Wilderer! Ich halte es auch schwer aus, diese im Zoo zu sehen, es macht mich traurig!